Die Boßeltour

Samstag, morgens um 08:30, Treffen am Hamburger Hauptbahnhof. Hier lässt sich bereits erkennen, wer neu dabei ist und wer die Tour schon öfter mitgemacht hat. Der Aufruf zur Boßeltour endet immer mit dem Satz “Der Außendeich ist nicht die Südsee!” und so wappnen sich die alten Hasen unter uns lieber mit Ski-Hose, Regenponcho und Wander- oder Gummistiefeln statt Jeans und Sneaker zu tragen. Nach rund 1,5 Stunden Zugfahrt werden wir dann von einem Bus zum Deich gefahren, wo uns ein leckeres, rustikales Frühstück erwartet. Die perfekte Grundlage für den Glühwein und die letzte Stärkung vor der Tour.

Die Boßel-Teams wurden bereits während der Busfahrt ausgelost und nun werden noch einmal die Regeln erklärt. Beim Boßeln geht es darum, eine abgesteckte Strecke mit so wenig Würfen wie möglich zu bewältigen. Die Kugeln werden dabei ähnlich der Bewegung beim Kegeln (allerdings mit mehr Wumms) geworfen und rollen dann hoffentlich weit über die Straße. Der nächste aus dem Team darf dann ab da weiter boßeln. Gewonnen hat am Ende das Team mit den wenigsten Würfen. Schnell merkt man dann auch, dass Gras und Pfützen bremsen und es nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Zielgenauigkeit ankommt. Wie gut, dass wir auch Zielwasser in Form von Glühwein auf den beiden Bollerwagen dabei haben.

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Das Motto des Tages lautet “Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unzureichende Kleidung.” und so haben wir beim Boßeln auch schon Schnee und Dauerregen getrotzt. Doch diesmal hatten wir Glück und es blieb nach einem anfänglichen leichten Schauer beim Frühstück bis zum Abend trocken. Geboßelt wird entweder bis zum Ende der Strecke oder bis es so dunkel ist, dass man die Kugeln nicht mehr sieht. Anschließend laufen wir dann zum Restaurant bzw. zur Jugendherberge, um uns frisch zu machen und umzuziehen. Insgesamt laufen wir eine Strecke von 8 Kilometern.

Fazit des Tages: “Eine Kugel ist eben auch nur eine Kugel.”

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Im Restaurant erwartet uns dann eine Tafel voller Leckerbissen. Grünkohl, Pinkel, Kochwurst, Speck, Bratkartoffeln, glasierte Kartoffeln und noch vieles mehr lassen uns wieder zu Kräften kommen und wärmen uns auf. Anschließend findet die Siegerehrung statt und das Gewinner-Team darf den großen, goldenen Boßel-Pokal in Empfang nehmen. In diesem Jahr haben Michi, Max, Henning und Frank gewonnen.

Nach dem Essen bringt uns der Bus nach Cuxhaven, wo ein Teil mit dem Zug zurück nach Hamburg fährt. Der Rest fährt weiter zur Bowlingbahn, wo das nächste Turnier des Tages mit neu ausgelosten Teams startet. Das Finale wird in den frühen Morgenstunden ausgetragen. Anschließend geht es in die Jugendherberge, wo man zumindest noch ein paar Stunden Schlaf bekommt, bevor es nach einem üppigen Frühstück gemeinsam in die Heimat geht.

Alles in allem ist die Boßeltour auf jeden Fall eines der großen Highlights im Silpion-Jahr und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.